1. Buch Mose 38 - 41
Jakob, von dem ich Euch das letzte mal erzählte, wurde älter und hatte selbst eine Familie, eine grosse sogar:
12 Söhne
und viele Töchter. Und einer von den Söhnen hatte ein ganz auf aufregendes Leben. Sein Name war Joseph.
Joseph hatte allerdings ein kleines Problem. Er träumte oft und er-
zählte gerne alle seine
Träume. Seine Brüder wurden dann sauer, wenn sie glaubten, dass Joseph angeben wollte.
Wieder einmal erzählte
Joseph seinen Brüdern seine Träume: "Wir haben alle
auf dem Feld Stroh gebunden. Mein Stroh stand gerade, aber Euer Stroh
liess die Köpfe hängen."
Und ein andermal erzählte er diesen Traum: "Stellt Euch vor, die Sonne, der Mond, und 11 Sterne
verneigten sich vor mir."
Das war zuviel. Die 11 Sterne, das wussten die Brüder, waren sie selber. Jetzt waren sie wirklich sauer.
Als eines Tages alle Brüder wieder ihre Tiere auf dem Feld hüteten, schickte Vater Jakob auch Joseph hinaus zu ihnen.
Und da passierte es. Noch immer wütend auf ihn, packten die Brüder den Joseph, nahmen ihm Mantel und Kleider weg und schubsten
ihn in ein tiefes Loch.
Armer Joseph. Da sass er nun und fühlte sich gar nicht wohl. Aber es kam noch schlimmer. Als eine Karawane vorüberzog, holten
die Brüder den Joseh aus dem Loch und verkauften ihn für nur ein bisschen Geld. Und diese Karawane brachte Joseph weit weg von
seiner Familie, in ein anderes Land, nach Aegypten. Und dort wurde er wieder verkauft, in das Haus des Königs von Aegypten, dem Pharao.
Zunächst ging alles gut, denn Gott war bei Joseph Tag und Nacht, und alles, was Joseph machte, gelang ihm wunderbar.
Der Pharao dachte: "Dieser junge Joseph ist sehr clever. Der gefällt mir." Und er sagte: "Josph soll meinen Palast und mein ganzes Geld
verwalten." So wurde Joseph ein wichtiger Mann im Haus des Pharao und hatte eine glückliche Zeit ... bis wieder jemand sauer wurde auf
ihn.
Diesmal war es die Frau des Pharao. Sie log fürchterlich und sagte grässliches über Joseph, so dass der Pharao wütend wurde auf
Joseph und ihn ins Gefängnis warf.
Armer Joseph. Da sass er wieder in einem Loch. Nur, die Träume kamen wieder und alle im Gefängnis hatten Träume. Und einen
Traum erzähle ich Euch noch, einen anderen das nächste mal.
Einer der Männer hatte diesen Traum: "Ich hatte einen Weinstock mit drei Reben und die Trauben waren gross und reif. Und ich hatte
auch einen Weinbecher, den Weinbecher des Pharao, und ich zerdrückte die Trauben im Becher zu Saft und gab den Becher dem Pharao.
Was bedeutet dieser Traum, Joseph ?"
Joseph dachte nach und lächelte: "Leicht", sagte er, "die drei Reben bedeuten drei Tage. Der Pharao wird nicht mehr böse auf Dich
sein und Du wirst in drei Tagen frei sein, dem Pharao wieder dienen und ihm Wein servieren."
Und so kam es. Der Mann wurde drei Tage später in den Palast gerufen und war frei. Aber Joseph musste noch im Gefängnis bleiben.
Doch Gott war bei ihm und es sollte noch besonderes mit ihm passieren. Doch davon erzähle ich Euch das nächste mal.
Copyright :: Vereinigte Deutschsprachige Kirche in Seattle, 2006 :: All rights reserved